Interdisziplinäre Tragwerksplanung und Ingenieurholzbau
Tensegrity

Tensegrity

Der russische Künstler Karl Ioganson präsentierte auf einer Ausstellung 1921 eine Struktur namens „Study in Balance“ - ein erstes Beispiel für eine Tensegrity Struktur. Er brachte drei sich nicht berührende Druckstäbe durch Verbindungmit einem Seil ins Gleichgewicht. Durch ziehen an dem zu langen Seil stellten sich je nach Zugkraft verschiedene Gleichgewichtszustände mit
unterschiedlicher Geometrie ein. Die entdeckung wurde zunächst nicht weiter verfolgt und erst 1948 in Amerika wieder aufgegriffen. Der künstler Kenneth Snelson konstruierte das „X-Piece“und damit die grundlage für zahlreiche seiner Kunstwerke.

Tensegrity ist ein Wortschöpfung des amerikanischen Richard Buckminster Fuller aus den worten „Tension“ und „Integrity“.

Aus Stäben und seilen bestehend bilden TensegrityStrukturen ein stabiles, in sich geschlossenes
sphärisches System. Die Druckelemente (Stäbe) sind völlig voneinander gelöst und nur durch Zugelemente (seile) miteinander verbunden. Dies ermöglicht eine revolutionäre Erfindung: Eine Kuppelkonstruktion, deren Tragkraft mit steigender Größe schneller anwächst als das Eigengewicht. Theoretisch sind damit beliebig große Gebäude möglich.

Ein Turm soll entworfen werden - sowohl in der Rhino-Grasshopper-Umgebung als auch in einem maßstabsgetreuen Modell.

Dozenten: Peter Bauer, Felipe Riola Parada

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